Im Beauty-Test: Gelnagelneumodellage

Gelnägel? Das ist doch Oldschool... Ich gebe zu, dass war mein erster Gedanke, als Claudia Nitsche von Lünebeauty mir eine Gelmodellage ans Herz gelegt hat. Im gleichen Moment merkte ich allerdings, wie ich heimlich meine Hände zu Fäusten ballte um meine selbst manikürten Nägel zu verstecken. Schließlich schaut hier ein Profi drauf!
Und ein Nagellack-Profi bin ich sicher nicht... im Gegenteil. Manchmal tue ich mich schon etwas schwer mit dem sauberen Auftragen von Nagellack und auch der Korrekturstift ist dabei stets ein treuer Begleiter. Ich dachte zwar immer, kleine Unebenheiten sehe ja nur ich, aber die abgestoßenen Eckchen und die lästigen Luftblasen im Lack (und ich nehme doch schon den guten Chanel Lack!) fallen dem Gegenüber wohl doch auf. Und das wirkt dann schnell ungepflegt. Ein Ergebnis, dass Frau sicher nicht haben will.
Meine eigene Unzufriedenheit und die Neugier auf Gelnägel haben mich also überzeugt. Auf geht’s!


Die „Anwendung“:
Die Nägel werden zuerst in die gewünschte Form gefeilt (in meinem Fall: kurz und gerade) und dann werden einzelne Gelschichten mit einem Pinsel auf mein Nagelbett aufgetragen und mit UV-Licht ausgehärtet. Dabei erklärt Claudia mir jeweils die einzelnen Schritte und besänftigt mich in meinen Ängsten. Sind Gelnägel schädlich? Was ist mit dem UV-Licht? Wir können beruhigt sein: Wenn die künstlichen Nägel fachgerecht und richtig gearbeitet werden, sind diese keineswegs schädlich und können ohne Probleme auch über Jahre getragen werden. Intakte und qualitativ hochwertige Röhren, wie bei Lünebeauty sind von der UV-Belastung keineswegs höher als das Tageslicht.

Schon nach der ersten Base-Schicht sieht man ein glattes und wohl geformtes Nagelbett. Dann kommt die eigentlich wichtigste Arbeit bei der Modellage: das erneute in Form feilen der Nägel. Es geht darum, dem künstlich gestärkten Nagel ein möglichst natürliches Aussehen zu geben und die Stabilität auszubauen. Dabei ist es wichtig, dass der Nageldesigner sein Handwerk versteht – ein wichtiger Grund sich für eine Profi-Anwendung zu entscheiden.


Nachdem der Nagel nun richtig in Form gekommen ist geht es an meinen Lieblingspart: Die Farbauswahl. Ich trage meine Nägel immer kurz und farbig, so war auch hier die Entscheidung schnell getroffen. Ein klassisches Rot. Die riesige Farbauswahl widerlegte erneut eines meiner Bedenken. Und ja, diese Farbauswahl ist sogar deutlich größer als meine private Nagellack-Sammlung. Wer hätte das gedacht...
Nach dem Farbgel wird dann noch eine letzte Schicht zur Versiegelung aufgetragen, die den Nägeln einen tollen Glanz gibt.


Das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen: perfekt geformte Nägel. Rot, knallig und klassisch. Und vor allem: keine nervigen Luftblasen, keine Schlierränder, keine unsauberen Umrandungen und keine abgestoßenen Ecken!
Positiv ist auch, dass die Nägel relativ dünn sind. Ich hatte immer eine Vorstellung von dicken, sehr künstlich wirkenden Nägeln, doch das Ergebnis ist auch hier erstaunlich natürlich. Nun bin ich gespannt, wie gut die Nägel halten und vor allem wie lange! (Ich halte Euch auf dem Laufenden ☺ )


Fazit: Die Optik hat mich eindeutig überzeugt. Die Nägel sind gleichmäßig, gestärkt und die Farbe enthält keinerlei Makel. Die Maniküre vom Profi kann rein optisch natürlich auch mithalten. Aber in Puncto Stärke und Haltbarkeit sind die Gelnägel ganz weit vorne. Eingerissene Ecken und nervige Farbspuren auf Papier oder an den weißen Wänden gehören somit der Vergangenheit an. Einziger Nachteil ist: Auch die Gelnägel benötigen eine angemessene Hygiene und Pflege und sollten ca. alle drei bis vier Wochen (je nach Länge und Wachstum) aufgefüllt werden.


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